Von der Lateinschule zur
Allgemeinbildenden Höheren Schule

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Das Klagenfurter Gymnasium gilt nach neuesten Forschungsergebnissen hinsichtlich seiner erstmaligen urkundlichen Erwähnung als das älteste Österreichs. Seine Anfänge reichen nämlich bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts zurück.

Die Gründung des Klagenfurter Gymnasium erfolgte im Jahre 1552 auf Initiative der protestantischen Kärntner Landstände, die die Schule im Geiste des Humanismus Melanchthonischer Prägung zum "Collegium Sapientiae et Pietatis" ausbauten. Im Zuge der Gegenreformation wurde das Collegium jedoch bereits im Jahre 1601 aufgelöst. Von 1604 bis 1773 stand das Klagenfurter Gymnasium unter der Leitung des Jesuitenordens. In lehrplanmäßiger Hinsicht änderte sich jedoch wenig. Wie überall in Europa lag auch in Klagenfurt der Schwerpunkt des fünf bis sechs Jahre währenden, von Klassenlehrern dargebotenen Gymnasialunterrichts bei den klassischen Sprachen, insbesondere dem Lateinischen. Der Lateinschulcharakter des Gymnasiums blieb auch nach Integration des Jesuitenkollegs in die expandierende staatliche Unterrichsverwaltung im Jahre 1773 weitgehend unangetastet, galten doch die Realien (mathematisch-natrurwissenschaftliche Fächer) weiterhin explizit als "Nebensache". Diese erhielten erst durch die große Gymnasialreform der Jahre 1848/49 einen höheren Stellenwert. Das österreichische Gymnasium - und damit auch das Klagenfurt - wurd nämlich Mitte des 19. Jahrhunderts zur achtklassigen allgeminbildenden höheren Schule mit Fachlehrersystem und abschließender "Maturitätsprüfung" umgewandelt. Auf dieser Grundlage erfolgte der Unterricht in den verschiedenen Formen des Gymnasium bzw. des Realgymnasiums bis in die heutige Zeit.

Bundesgymnasium
Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium
Klagenfurt - Völkermarkter Ring