Ausstellungsraum 4: Exponate
   

Kommunismus und Faschismus


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Totalitäre Ideologien waren für den Geschichtsverlauf des 20. Jahrhunderts maßgeblich. Viele Demokratien, besonders in der ersten Hälfte des Jahrhunderts, waren noch nicht gefestigt bzw. konnte sich die Demokratie in manchen Ländern noch nicht durchsetzen.

In Deutschland kam 1933 die NSDAP unter Adolf Hitler in die Regierung. Nach und nach schaltete er die Demokratie aus, bis die Nationalsozialisten alle Macht im Staate hatten. Alle anderen Parteien wurden verboten, der "Führer", wie sich Hitler ab 1934 nannte, hatte alle Macht in seinen Händen. Der verlorene Zweite Weltkrieg, den das nationalsozialistische Regime entfesselt hat, ließ die Demokratie in Deutschland wieder auferstehen.

In Russland putschten sich 1917 die Kommunisten unter Lenin an die Macht. Ein mörderischer Kampf gegen "Klassenfeinde" und Andersdenkende begann. Bis 1990 war nur die KPdSU zugelassen, dann wurde ein Mehrparteiensystem eingeführt. In der Folge zerbrach die Sowjetunion.

1922 berief König Vittorio Emanuele Benito Mussolini zum Ministerpräsidenten eines Minderheitenkabinetts, als dieser ihm mit einem Putsch drohte. Der "Marsch auf Rom" war (danach) eine Inszenierung, diente dann nur noch der Propaganda. Der italienische Faschismus, der bis zur Ermordung Mussolinis 1945 das Land bestimmen wird, konnte jedoch nur allmählich seine Machtbasis ausbauen. Zunächst gab es noch ein Parlament, eine Opposition und kritische Zeitungen.

1936 begannen konservative Generäle unter Führung von Francisco Franco eine Revolte gegen die linke republikanische Volksfrontregierung in Spanien. Es kam zu einem Bürgerkrieg. Die "Falange" setzte sich 1939 vor allem dank der Hilfe des nationalsozialistischen Dritten Reichs durch. In der Diktatur Francos hatten das Militär, die katholische Kirche und die Großgrundbesitzer die Macht. Nach dem Tod Francos 1977 wurde Spanien eine parlamentarische Monarchie.