Ausstellungsraum 4: Exponate
   

Österreich rettet Europa


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1529 belagerte eine türkische Streitmacht von mehr als l00 000 Mann zum ersten Mal das Herz des Reiches, die Residenzstadt Wien. Die Türken hatten einen Teil ihres Trosses auf Schiffe verladen und diese donauaufwärts bis vor Wien rudern und streckenweise ziehen lassen. Um die Wiener von allen Nachschublinien abzuschneiden, verbrannten die Türken die hölzernen Donaubrücken. Die Belagerung Wiens brachte den Türken keinen Erfolg. Heftiger Schneefall Mitte Oktober ließ sie einen vorzeitigen Wintereinfall befürchten und ihre Zelte abbrechen. Das Abendland atmete auf.

Leopold I. (1658-1705) hatte während seiner gesamten Regierungszeit einen Zweifrontenkampf gegen die Türken und Frankreich zu bestehen. 1683 standen die Türken unter Kara Mustafa abermals vor Wien und belagerten die Stadt, die jedoch durch den Sieg in der Schlacht am Kahlenberg befreit werden konnte. Im darauffolgenden großen Türkenkrieg (1683-1699) gingen die Österreicher zum Gegenangriff über und konnten weite Teile Ungarns und am Balkan erobern. Erst dadurch konnte der Erbanspruch auf Ungarn verwirklicht werden. Hervorragendster Feldherr des Kaisers zu jener Zeit war Prinz Eugen von Savoyen.