Ausstellungsraum 4: Exponate
   

Olympische Spiele im alten Griechenland


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Nach griechischer Überlieferung fanden im Jahr 776 v. Chr. die ersten Olympischen Spiele statt. Der Läufer Koroibos aus Elis ist laut Siegerlisten der erste Olympiasieger der Geschichte. Er siegte im Stadionlauf, der einzigen Disziplin, die seinerzeit ausgetragen worden ist.

Die Wettkämpfe wurden in der Nähe von Olympia auf der Peloponnes ausgetragen. Die Spiele hatten ihren Ursprung in kultisch-religiöser Verehrung, aber auch im paramilitärischen Wettkampf. Anfangs nahmen vorwiegend adlige Athleten an den Wettkämpfen teil und die Spiele waren regional begrenzt. Gegen Ende des 8. Jahrhunderts v. Chr. wurde einige Wochen vor der Feier ein Waffenstillstand, ein "heiliger Frieden" ausgerufen. Für die Zeit der Spiele verbot dieser Vertrag Kriege, Gewalttaten und sogar Hinrichtungen von Verbrechern. Athleten und Zuschauer konnten somit aus weit entfernten Regionen anreisen.

Außer verschiedenen Laufarten bestand der Fünfkampf aus folgenden Disziplinen: Weitsprung, Diskuswurf, Speerwurf, Stadionlauf und Ringen. Sehr populär waren die schwerathletischen Disziplinen Ringen, Boxen und Allkampf (Pankration). Die Disziplin von Allkampf verband Ring- und Faustkampf. Dabei waren alle Schläge erlaubt. Der Kampf endete erst, wenn einer der beiden Kontrahenten kampfunfähig war oder freiwillig aufgab. Höhepunkt der Spiele war das Wagenrennen mit Viergespannen. Bis zu 40 Gespanne gingen im Hippodrom an den Start. Wie bei den Pferderennen gewann nicht der Jockey, der als erster durchs Ziel kam, sondern der Besitzer der Pferde.