Ausstellungsraum 6: Exponate
   

Steinadler


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Steinalder (Aquila chryseatos). Es gibt mehrere Gattungen: Seeadler, Schreiadler, Steinadler, Schlangenadler, Fischadler, diese sind auch bei uns heimisch. Sie alle gehören der biologischen Ordnung der Greifvögel an. Außer den Adlern zählen dazu Habicht, Sperber, Bussard, Weihe, Milan, Falke. Insbesondere ein Merkmal zeichnet diese Vögel aus: Ihre Fänge sind mit spitzen Greifkrallen bewehrt. Deshalb nennt man sie Greifvögel.

Als herausragendes Tiersymbol hat der Adler weltweite Verbreitung gefunden. Er galt schon in den altorientalischen Reichen der Assyrer, Babylonier und Sumerer als Synonym für herrschaftliche Autorität. Für die Germanen war der Adler der Vogel des Gottes Odin. Für die antiken Griechen war er der Begleiter des Göttervaters Zeus und existierte dort überdies als Mythos vom Vogel Phönix, der sich selbst verbrennt, um dann verjüngt der Asche zu entsteigen, um zu neuem Leben zu erwachen. Neben seiner ihm daraufhin in der Spätantike zugesprochenen Eigenschaft der Unsterblichkeit sagten die Römer dem Adler - bei denen er als Vogel der Sonne und des höchsten Gottes Jupiter galt - das Charakteristikum der Unbesiegbarkeit nach. Dies veranlasste die Römer, seit 104 v. Chr. eine Adlerfigur auf die Spitze ihrer Feldzeichen (»vexillum«) zu setzen. Der sogenannte Legionsadler wurde somit das imperiale Herrschaftszeichen Roms schlechthin.