Ausstellungsraum 6: Exponate
   

Rotwild


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Das Rotwild gehört zur Ordnung der Paarhufer (Artiodactyla), zur Unterordnung der Wiederkäuer, zur Familie der Hirsche (Cervidae) in die Unterfamilie Echte Hirsche (Cervinae).

Verbreitung:
Der Rothirsch ist Österreichs größte geweihtragende Wildart. Aus dem früheren Steppentier wurde bei uns ein reiner Waldbewohner. Durch die geänderten Lebensbedingungen (Straßen- und Siedlungsbau, Tourismus,...) und das veränderte Freizeitverhalten der Menschen sind die Lebensräume für den Rothirsch in Österreich stark eingeschränkt worden.

Erscheinungsbild:
Das Rotwild hat im Sommer ein rötlich-braun gefärbtes Fell, das sich im Winter dunkelbraun bis grau verfärbt. Nur die männlichen Tiere bilden ein Geweih aus, daher werden die Weibchen auch als Kahlwild bezeichnet. Der erwachsene Hirsch hat eine Schulterhöhe von 1,3 m und eine Länge von ca. 2 m. Das durchschnittliche Gewicht beträgt ungefähr 200 kg beim Hirsch und 120 kg beim Alttier (erwachsenes Weibchen). Die Körperentwicklung ist beim Hirsch im 7. Lebensjahr, beim Alttier im 5. Lebensjahr abgeschlossen. Bei einer Schulterhöhe bis 1,5 m und schlanken, aber kräftigen Beinen kann der Rothirsch schnell laufen, weit springen und auch gut schwimmen.

Lebensweise:
Das Rotwild ist ein Rudeltier. Unter Führung eines Leittiers vereinigen sich Alttiere, Schmaltiere (Weibchen im 2. Lebensjahr), Kälber (Junge im 1. Lebensjahr) und zeitweise junge Hirsche zu Rudeln. Erwachsene Hirsche stehen dagegen in kleineren Trupps beisammen und schließen sich nur in der Brunft dem Kahlwild an. Sehr alte Hirsche leben als Einzelgänger oder mit einem sog. Beihirsch und schließen sich ebenfalls dem Kahlwild in der Brunft an. Tagsüber hält sich Rotwild in den Einständen auf, die es zur Nachtzeit verlässt. Mehrmals am Tag äst es im Einstand oder seiner Umgebung. Die Nahrung besteht aus Gräsern, Kräutern, Baumfrüchten, Rinde, Nadeln und Blättern. Rotwild beansprucht einen großen Lebensraum und unternimmt weite jahreszeitliche Wanderungen (Sommer- und Wintereinstände). Aufgrund der starken Besiedelung durch den Menschen sind diese Wanderungen aber kaum noch möglich, woraus sich viele (forstwirtschaftliche) Probleme der Rotwildhege ergeben.

Quelle: www.wald.de