Ausstellungsraum 6: Exponate
   

Das Ohr und die Nase


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Die Nase (Nasus) ist das Organ des Geruchsinnes, bestehend aus den beiden Nasenbeinen, den formgebenden Nasenknorpeln und der Nasenscheidewand, die sich aus Teilen des Siebbeins, des Pflugscharbeins und des Nasenknorpels zusammensetzt.

Die äußere Haut ist stark mit Talgdrüsen durchsetzt und geht noch ein Stück in die Nasenhöhle über, hält dort mit ihrer starken Behaarung Fremdkörper fest. Die übrige Nasenhöhle ist mit Schleimhaut ausgekleidet, die durch starke Durchblutung die Atemluft erwärmt, sie durch Schleimausscheidung mit Wasserdampf sättigt und mittels Flimmerepithel den mit Staub vermischten Schleim aufwärts zur Nasenhöhle transportiert.

Im Schleimhautüberzug der Nase liegen Riechzellen, von denen aus die Riechfäden durch feine Öffnungen in der Gehirnbasis in den Riechkolben eintreten.

Das Ohr ist das Hör- und Gleichgewichtsorgan. Es besteht aus dem äußeren, mittleren und inneren Ohr. Das äußere besteht aus Ohrmuschel (dient dem Schallwellenauffang) und dem äußeren Gehörgang (leitet die Schallwellen weiter und stellt Ohrschmalz her). Das Trommelfell ist die Schranke zum Mittelohr. In der lufthaltigen, mit Schleimhaut bedeckten Paukenhöhle geben die gelenkig miteinander verbundenen Gehörknöchelchen die Schallwellen an das Innenohr weiter. Mit dem Nasen-Rachenraum ist das Ohr durch die Eustachische Röhre (Ohrtrompete) verbunden. Diese dient dem Druckausgleich und öffnet sich vom Rachen her nur beim Schlucken. Im Innenohr umschließt das knöcherne Labyrinth im Felsenbein das in Lymphe schwimmende und mit Lymphe gefüllte häutige Labyrinth, dessen Bogengänge Sitz des Drehbewegungssinnes sind, während die Schnecke das eigentliche Organ des Gehörsinnes enthält, das Cortische Organ. Seine Sinneszellen werden durch die vom Steigbügel auf die Lymphe übertragenen Schwingungen erregt, die zugehörigen Nervenfasern sind ebenso wie die Bogengänge Ausläufer des 8. Gehirnnervs.