Ausstellungsraum 6: Exponate
   

Eisbär


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Eisbären findet man überall im Norden Kanadas und Alaskas, wo Treibeis vorkommt. Zu diesen Gebieten rechnet man die gesamte arktische Eismeerküste von dem zu den USA gehörenden Alaska bis Grönland sowie alle arktischen Inseln im kanadischen Hoheitsgebiet. Etwa 20.000 Eisbären, die Hälfte des Weltbestandes, leben in Kanada. Die andere Hälfte findet man in Nord-Sibirien, Svalbard (Spitzbergen), Grönland und Alaska.

Die männlichen Eisbären, die erst in einem Alter von 9 bis 10 Jahren geschlechtsreif werden, finden sich Anfang Mai zur Paarung im Aufenthaltsgebiet eines Weibchens ein. Gewöhnlich sind es 3 bis 4 Männchen, die um die Gunst des Weibchens kämpfen. Eine in der Tierwelt ungewöhnliche Aggressivität zeichnet diese Kämpfe aus. Die Auseinandersetzung endet nicht, bevor einer der Rivalen schwer verletzt ist und somit gezwungen wird, aufzugeben. Die Paarung findet dann mit dem dominierenden Männchen statt.

Im November, wenn die Winterstürme bei minus 40 bis 50 Grad über die arktische Landschaft rasen, sucht die trächtige Eisbärin Schutz in einer Schneehöhle, um sich auf die Geburt der Jungen vorzubereiten. Im Januar erblicken dann 1 bis 3 Jungbären das Licht der Welt. Der Populationszuwachs bei Eisbären ist gering, da ein Weibchen nur 10 bis 12 Junge während ihres Lebens bekommt. Ende April verlässt die Bärin die Höhle und für die jungen Eisbären, 9 bis 10 Kilogramm schwer, beginnt der Ernst des Lebens in einer neuen Umgebung.

Die Jungbären weichen im ersten Lebensjahr keinen Schritt von der Seite der Mutter. Zu groß ist die Gefahr, von einem erwachsenen männlichen Eisbären gefressen zu werden. Die Wissenschaftler vermuten, dass der Kannibalismus die größte natürliche Todesursache für junge Eisbären ist.

Quelle: www.naturfoto-online.de