Ausstellungsraum 6: Exponate
   

Karpfen


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Karpfen (lat. carpa). Die Stammform des Karpfens, der Schuppenkarpfen, besitzt einen gestreckten, seitlich etwas abgeflachten Körper und ein endständiges, rüsselartig vorstülpbares Maul mit vier Bartfäden an der Oberlippe, von denen zwei kürzer sind. Die Schlundzähne sind dreireihig, die Schwanzflosse deutlich zweizipflig. Entlang der Seitenlinie besitzt der Karpfen 33 bis 40 große Schuppen.

Die ursprünglichen drei Arten kamen vor in
  • den Einzugsgebieten des Schwarzen, Asowschen und Kaspischen Meeres (Cyprinus carpio carpio)
  • dem Amurbecken und Nordchina (Cyprinus carpio haematopterus) Südchina, Vietnam (Cyprinus carpio viridiviolaceus).

    Als Teichfisch wurde der Karpfen im 13. bis 15. Jahrhundert über fast ganz Europa verbreitet. Inzwischen ist er weltweit verbreitet. Mit seinem geringen Sauerstoffbedarf bevorzugt er warme, stehende oder langsamfließende Gewässer mit Sand- oder Schlammgrund und reichhaltigem Bewuchs. Ein Hinweis auf die Anwesenheit von Karpfen ist eine auffallende Trübung des Wassers, die sich aus der Nahrungssuche im Bodenschlamm ergibt.